Roadmap Baltikum

Livland im Baltikum –  aus der Sicht eines Motorradfahrers

Es gibt viel zu entdecken. Einsame Landstraßen, Feld- und Waldwege zum Enduro wandern, romantische Waldseen und sandige Ostseestrände, verbunden auch durch die TET, dem Trans Euro Trail  – Europe´s Dirt Road Motorcycle Adventure.

Baltische Ruhe und Gelassenheit, Technikmuseen die nicht in jedem Reiseführer stehen und natürlich ungezählte Kurven, das sind Basics für einen Urlaub mit dem Motorrad in diesem Teil des Nord-Ostens von Europa.

Es erwarten einen, wenn man möchte, viele auch nicht geteerte Landstraßen, gerade im abgelegenen livländischen Teil von Lettland und manchmal eben auch ein Elch, der die stille Landstraße in Estland überquert.   

Die hiesige Motorradszene ist entsprechend strukturiert, der hohe Chopperanteil, speziell H.-D., erklärt sich recht einfach. Man kann damit eben relativ gut geradeaus z.B. von Tartu nach Tallinn auf einer gut ausgebauten Bundesstraße fahren, denn schneller als V-max 110 km/h sind ja eh nicht erlaubt. Viele Biker haben als Spaßgerät eine Enduro einfach im Stall. Man biegt ja gerne legal mal eben nach links spontan in den Wald ab oder folgt dem TET – Trail.    

Wer sich als Tourist mit dem Motorrad hier nicht auskennt, der wird die großen Magistralen zwischen  Städten wie Kaunas und Vilnius in Litauen, Riga in Lettland und Tallinn bis hin nach Narva nutzen.

Und dann genau diese Straßen hassen lernen, denn es geht fast nur geradeaus und der nicht abreißende LKW-Verkehr sorgt für Stress. Überlassen wir bitte diese Straßen den Teilnehmern von Standardtouren á la Baltikum in sieben Tagen. Wir denken, wir können das besser, einfach weil wir seit über 20 Jahren hier oben zu Hause sind.  

Aber auch wir können Livland nicht, was sich ja aus zwei dünnbesiedelten Gebieten in Estland und Lettland zusammensetzt, in ein Motorradparadies á la Lombardei verwandeln. Viele schnurgerade Landstraßen überbrücken hier oftmals die Entfernungen von Stadt zu Stadt. Der höchste livländische Berg misst keine 250 m und ein Waldsee mag Mitte April auch noch keine 21° Badetemperatur haben.  

Wem wir aber verraten wo die Kurven sind, wie man schwungvoll von Tartu nach Riga kommt, wo grobstollige Reifen im östlichen Lettland nur wenig Asphalt berühren, der wird mit Livland Bikes einen interessanten Urlaub mit dem Motorrad verbringen können.

Dafür werden wir alles tun, versprochen!  


Wir möchten Euch in keiner Weise den Spaß verderben, aber ein paar Regeln gilt es auch hier zu beachten.

Die Höchstgeschwindigkeit auf estnischen Straßen beträgt:

– innerorts max. 50 km/h
– außerorts max. 90 km/h
– Schnellstraßen & Autobahnen 90 – 110 km/h (wer seinen Führerschein weniger als 2 Jahre besitzt, Stichwort ‚Probezeit‘, darf max. 90 km/h fahren)

Die Promillegrenze beträgt immer 0,00 (Don’t drink and drive). Auch Drogen sind am Steuer tabu. Es drohen empfindliche Strafen.

Es ist zu jeder Tages- & Jahreszeit mit Abblendlicht zu fahren

Der EU-Kartenführerschein ist in Estland ohne Einschränkungen gültig

Die Kraftstoffpreise sind ähnlich denen in Deutschland. Es ist hier ein ‚wenig‘ günstiger.

Die Mitnahme der IVK – Internationalen Versicherungskarte (ehem. ‚Grüne Karte‘) wird empfohlen, ist aber keine Pflicht

Das Mitführen eines Verbandskasten für Motorräder und einer Warnweste (Fahrer & Sozius) wird empfohlen

Und bitte achtet auf den Kollegen mit den langen Beinen und dem Geweih auf dem Kopf. Gemeint ist der Elch. Dieser gewinnt jede Schlacht gegen das Motorrad.